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Eigentlich hatte ich gedacht, das Konzert am Samstag wäre kaum noch zu toppen. Aber der Sonntag kam, und ich wurde eines besseren belehrt. Hatte der Samstag so fantastisch aufgehört, (eigentlich war es ja schon Sonntag morgen), so furchtbar fing der Sonntag für mich an. Wir standen vor der Eingangstür, hatten einen super Parkplatz gefunden und meine Kinder freuten sich schon auf das Konzert. Einer inneren Unruhe folgend, griff ich in die Außentasche meiner Kameratasche um meine Eintrittskarte in die Hand zu nehmen. Was ich fand war toll: Fotos von Rolf, die Bedienungsanleitung meiner Kamera, einen Notizzettel vom Vortag. Aber keine Karte!! Panik erfasste mich. Es war ja erst 9.45 Uhr. Ich hatte ja noch Zeit. Aber was mache ich denn jetzt? Heimfahren? Warten, bis mich einer reinlässt und fragen, ob ich auf einer Computerliste stehe? Nein, Risiko zu groß. Also, Kinder bei Kathrin lassen und nach Hause fahren. Ist ja nicht weit. Natürlich sind alle Ampeln rot und die Fahrschule vor mir nervt auch. Aber auf der Autobahn wird Gas gegeben und in kürzester Zeit bin ich zuhause. KEINE KARTE AN DER PINNWAND. Wieder ins Auto, Kameratasche nochmals durchgewühlt und was sehe ich da? Meine Karte. OK. Wieder zurück. Um 10.35 Uhr stehe ich wieder vor der Eingangstür und freue mich, dass schon so viele da sind. Nun dauert es auch nicht mehr lange, und die Türe geht auf. Was für ein Stress schon am frühen morgen.

Puh, nun erst mal setzten und durchatmen. Der Tag sollte noch aufregend werden. Und dann ging es los. Zuerst trat Thomas Schlegel wieder auf die Bühne und erzählte uns ein wenig über die Geschichte des Südbahnhofs. Wir feierten schließlich heute Geburtstag. Dann endlich war es soweit. Die Band kam und wir freuten uns riesig. Mit „We will rock you“ und „Let me entertain you“ weckte Mirko alle auf, die um diese Uhrzeit noch müde waren. (Wem passiert denn so etwas?) Und wie schön: Heute war Roy wieder da, dafür fehlte Jochen. Mist, immer diese Wechselbäder der Gefühle. Aber über Matthi freuten wir uns trotzdem, hatten wir ihn doch erst den Freitag zuvor in Kandel erleben dürfen. Mann, der wird immer besser! „Somebody to love“ , “Killer Queen” und “Play the game” gingen vorbei und “Fat bottomed girls” ließ einige von uns schon von ihren Sitzen springen. Wer es bis dahin noch nicht gesehen hatte, der wurde nun von Mirko auf Roy´s Outfit aufmerksam gemacht. GANZ IN WEIß!! Und genau das sang Mirko nun für ihn, den wieder auferstandenen Roy Black. (Sorry, Roy White). Dann „Anotherone bites the dust“. Diesmal mit Solo. Und mit was für einem! Meine Flugzeuge flogen nur so dahin. Rolf schien gar nicht mehr aufhören zu wollen. Als er dann „Hells Bells“ anstimmte, war mein Sohn hin und weg. Schließlich übt er dieses Stück zur Zeit. „Under pressure“ und „These are the days“ rundeten das erste Set ab und die Band verabschiedete sich.

Der große Run auf die Toiletten begann. Außerdem war Mittagszeit und alle wollten gleichzeitig essen. Meine Tochter packte die Gelegenheit beim Schopfe, bzw. Rolf bei den Haaren, und holte sich schnell ein Autogramm von ihm auf das Poster aus dem Irish Pub. Mirko hatte ihr schon vor dem Konzert einen lieben Gruß drauf geschrieben. Dann ging es weiter. „I want to break free“ und alles tobte. Nach “A kind of magic” und “You don´t fool me” kam “Hard life”. Denn nun mussten wir uns auf etwas ruhigere Töne einstellen. Aber vorher noch Mirkos Geschichte über die „POMMEEEES“ vom Vortag. Natürlich wusste er noch einen drauf zu setzten und erzählte uns noch eine Story über ploppende Bierflaschen, die ein Lied auch ganz wunderbar stören können. Aber diesmal klappte „Love of my life“ ohne Störungen, obwohl Mirko uns heimlich animieren wollte, das böse Wort mit P zu rufen. Aber, aber...
Vor „Crazy little thing called love“ wünschte sich Mirko einige im Rhythmus wackelnde Hintern. Die bekam er auch!! Auf Mirkos Frage hin, ob wir denn noch könnten, antworteten wir selbstverständlich mit einem lauten JA!
Reichte ihm aber nicht und er fragte noch mal: JAAAAA! Das heißt doch „Yes, we can!“ OK. Könnt Ihr noch? Hunderte Kehlen gleichzeitig: „YES, WE CAN!!!!! (mit uns kann er es ja machen und wir machen mit) Ohje, der UHUHU – Chor für „Great Pretender“ lief heute überhaupt nicht, und nach mehrfacher Probe ließen wir es schließlich bleiben und versuchten es lieber mit Hintergrundmusik. Mit Musik hörte es sich dann aber ganz gut an und Mirko war zufrieden. Nun noch „Don´t Stopp me now“ und „Tie your mother down“ und die letzte Pause war gekommen. Wir, die wir gestern schon da gewesen waren, wussten, dass man jetzt wieder einiges umbauen musste, denn nach der Pause kamen ja die Streicher. Ups, da stand Roy auf einmal wieder auf der Bühne. Hatte ich nicht gemerkt, denn in der Zwischenzeit war mein Essen gekommen.

„Show must go on“ mit Streichern….Das muss man gehört haben. Gigantisch!! Dann der Auftritt von Susanne Thomas. Von uns begeistert empfangen, hatte sie doch gestern schon für Gänsehaut gesorgt. „Barcelona“ mit 3 Geigen und einem Cello untermalt. Auch Rolf stand begeistert im Hintergrund und schaute der Cellistin Shirin auf die Finger. Während „Guide me home“ war die Frau vor mir sicher nicht die Einzige, der die Tränen aus den Augen traten. Es war aber auch wirklich kaum auszuhalten. Ich habe es ja in meinem gestrigen Bericht schon erwähnt – Diese Susanne Thomas sorgt für Gänsehaut pur. Auch mein Sohn war von diesem Stück restlos begeistert. Dementsprechend wurde sie natürlich auch gefeiert. Nach „Miracle“, das auch mit Streichern gespielt wurde, kam „Who wants to live forever“. Frank erklärte uns auf fließend Spanisch (Woher kann der das bloß? Hihihi) irgendetwas über Emotionen. Das hoffe ich zumindestens, denn ich glaube kaum, dass im Publikum jemand Spanisch verstand. (Wer weiß, was Frank da erzählt hat..) Welches Stück fehlte denn noch? Hm, mal überlegen...
Klar! „Bohemian Rhapsody“ Von allen gewünscht und geliebt,. Jeder Einzelne im Saal war textsicher und eine Welle aus lautstarken „MAMA“ Rufen schwappte der Band entgegen. Wie schön!! „I want it all“ Klar, wir auch!! „Radio Gaga“ war dann leider das letzte Stück. Nun war das Publikum gefragt. Wieviele Gleichklänge waren gefordert? FÜNF. Also, nichts wie ran an die Gläser, Flaschen und Tische. Gleichklang her, verheddern. Gleichklang, verheddern. Beim sechsten Mal ging dann endlich die Tür auf und sie kamen wieder. Frank, Roy und Matthi legten los. Franks Gitarrensolo.. endete jäh nach einigen Takten: Eine Saite war gerissen. Flehende Blicke zu Matthi, der reagierte nicht.
Flehende Blicke zu Roy, der zu Matthi... und endlich er merkte es und löste Frank ab. Geil. Als ob es so hätte sein müssen. Frank stimmte in der Zwischenzeit seine andere Gitarre. (Die aber anscheinend später auch ihren Geist aufgab, bzw. eine Saite) Aber er brachte sein Solo zu ende. Was dann kam, war einfach nur GEIL! Kein anderes Wort könnte es besser ausdrücken. „Sheer heart attack“ in einer Performance, die ich noch nicht erlebt hatte. Frank turnte wie ein Verrückter mit seiner Gitarre auf der Bühne herum, Roy fummelte mit dem Hals seines Basses zwischen Mirkos Beinen herum, dieser machte Liegestütz am Schlagzeugpodest und alles war völlig außer Rand und Band. Kurze Pause. Frank muss seine Gitarren reparieren.
Nochmal richtig abrocken bei „We will rock you“ und traurig werden bei „We are the champions“. Nun ist es wieder vorbei, die Damen bekommen noch Blumen und alle lassen sich nocheinmal richtig feiern.
Schade, drei Tage Konzert hintereinander sind vorbei. Nun müssen wir uns lange Zeit gedulden. Aber am 26.04. sind sie ja wieder im Südbahnhof.
Bis dahin....

geschrieben von Tatjana

Das erste Traumpaar des Tages - Susann und Mirko


Fand hier etwa ein Ärztekongress statt? - Nein, Roy heute nur "Ganz in Weiss"


Das nächste Traumpaar - Frank und seine Gitarre


Christof und Roy -


Aller guten Dinge sind drei - Traumpaar Nr. 3 - Susanne und Mirko


Zum Abschluss noch ein bißchen Sport -


Konzert in heimischer Umgebung
Pommeeeees im Südbahnhof
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