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Tja, nun waren sie gekommen... die drei Tage Abschied von Mirko im Cafe Hahn in Koblenz. Die Zeit ist irgendwie wie im Fluge vergangen. Hatten wir noch vor ein paar Monaten gedacht "Ja gut, es tut weh, dass Mirko die Band verlässt. Aber wir haben ja noch reichlich Konzerte mit ihm", so waren die letzten Stunden mit ihm jetzt schon angebrochen und irgendwie hinterließ das kein gutes Gefühl in unseren Bäuchen.

Aber wir wollten keine Trauerstimmung aufkommen lassen, sondern die letzten drei Konzerte in Koblenz genießen. Also packte ich Klamotten, Fresspaket und Mirkos Geschenke ins Auto und ab ging es nach Koblenz. Dort angekommen, wurde das Hotelzimmer bezogen und Tina und ich ließen die letzten Stunden bis zum Konzert ruhig angehen. Zeitig vor Einlass standen wir vor der Tür und froren uns erstmal einen ab. Aber nicht alleine, denn es standen auch schon einige Mitstreiter dort. Die Tür öffnete sich und wir konnten erstmal im warmen Konzertsaal auftauen. Nette Schwätzchen gehalten und dann ging es pünktlich gegen 20 Uhr mit "One Vision" und "Tie your mother down" los. Sehr schön, so mögen wir das. Sofort Vollgas!

Mirko begrüßte die Leute im Saal und erspähte natürlich auch sofort die üblichen Verdächtigen, die jedes Jahr am 29.12. im Cafe Hahn ihren Platz vor der Bühne einnahmen.
Weiter ging es mit "Death on two legs", der "Killer Queen" und einem laut klingelndem "Bicycle Race". Der Saal war brechend voll und von kalten Füßen war mittlerweile nichts mehr zu spüren. Es war brüllend warm in der Bude. Der einzige, der wohl enorm etwas spürte, war Mirko... hatte er doch "Rücken". Der Arme! Er gab trotzdem alles und die Stimmung war super. Alle sangen und klatschten mit. Es wurde nun ein Lied angekündigt, dass nicht ganz so viele Leute kennen: "Mustapha"... aber wir kennen es und freuen uns jedes Mal, wenn dieser schwungvolle Titel gespielt wird.

Mirko bat nun die bezaubernde Susann nach vorne und gemeinsam brachten sie "Under Pressure" unter die Leute, bevor Drazen zur Schmusegitarre griff und er gemeinsam mit Mirko "Love of my life" in Perfektion dar bot. Ja, ihr habt richtig gelesen... Drazen musste selber zur Gitarre greifen, hatte sich der Backliner leider krank gemeldet, wie Mirko dem Publikum mitteilte. Gute Besserung an unseren lieben Ingo an dieser Stelle. Wir hoffen, es geht dir mittlerweile schon wieder besser! Aber da die Band die weltbeste Crew besitzt, wurde Ingo natürlich grandios vertreten, wenn es um kleinere Pannen ging. So machte sich Andre extra auf den weiten Weg vom Mischpult zur Bühne, nur um Mirkos Mikro zu "tapen". Das nennen wir mal Einsatz. ;-) Danke Andre! Und auch Didi machte wieder einen tollen Job und setze die Band in perfektes Licht. Daumen hoch!

Es folgten " '39" und ein Song, den ich persönlich sehr gerne von Mirko höre: "In my defence". Lange nicht mehr von der Band auf die Bühne gebracht und deswegen umso hörenswerter und erfreulicher. Wir genossen es in vollen Zügen, wenn auch mit dem ersten Anfall von Wehmut bei dieser grandiosen Stimme. Genossen haben wir aber dann auch das folgende "Anotherone bites the dust" und Rolfs Bass-Solo. Der Kerl zupfte sich wieder fast die Finger blutig. Genial!

"Crazy little thing called love" läutete dann die Pause ein, denn das Publikum brauchte natürlich dringend ein bissel Erholung, wie Mirko feststellte. Also wurden neue Getränke besorgt, der Magen etwas gefüllt und auf die Fortsetzung des Konzertes gewartet.

Nach ca. 20 Minuten ging es weiter... und das direkt mit zwei Stimmungskrachern "It's a kind of magic" und "I want to break free"... und natürlich enterte auch dieses Mal wieder unser Christof die Front der Bühne mit seinem Thomas Anders-Gedächtnis-Umhänge-Keyboard. Und die Menge tobte... wie immer, wenn Herr Tastengott sein Solo dort vorne zum Besten gibt. Einfach herrlich!

"Headlong" und "Fat bottomed girls"... jaaa, das ist genau das Richtige für Tina und mich. Wir schüttelten die alten Knochen gehörig durch, bevor wir mit Susann und Mirko und "These are the days" wieder etwas zur Ruhe kamen. Und ich muss zugeben, das ging mir persönlich doch schon sehr ans Herz heute Abend. Dieser Gedanke, diese beiden grandiosen Stimmen jetzt nicht mehr gemeinsam hören zu können... uahhh... das möschten wir eigentlich nicht!
Aber gut... der Anflug von Tränchen wurde weggewischt und weiter ging es mit "Don't stop me now" und Olis bombastischem Schlagzeug-Solo. Die Koblenzer Dauer-Nebel-Front schien ihm gut getan zu haben. Er vermöbelte sein Arbeitsgerät so dermaßen, dass mir echt die Spucke weg blieb. Wahnsinn! Energie pur!

Genau wie beim nächsten Song "Staying Power". Wir rockten, tanzten, sangen und klatschten mit. Und wundern uns immer wieder, wo die Band eben gerade diese enorme "Power" her nimmt. Sie reißt uns immer wieder mit und genau deshalb stehen wir auch so oft und gerne vor der Bühne. Queen-Musik von diesen genialen Musikern dargeboten... einfach unfassbar gut!

Mirko kündigte das nächste Lied an und ich ahnte schon, dass auch das nun wieder sehr emotional werden könnte... jepp, wurde es. *seufz*
"Who wants to live forever"... mit einem Gruß an alle, die viel zu früh von uns gegangen sind. Normalerweise geht bei diesem Song ja auch jeder so seinen eigenen Gedanken und Erinnerungen nach, aber dieses Mal dachten viele daran, dass Mirko ja nun bald die Band verlassen wird. Taschentuch-Alarm!

Zum Glück konnte man danach die trüben Gedanken auch gleich wieder abschütteln, denn die Hymne schlechthin von 1975 folgte: "Bohemian Rhapsody". Ein lautes "Mama" drang durch das Cafe Hahn und der Publikums-Chor war schon sehr beeindruckend. Auch für Mirko, der begeistert bemerkte "Das ist Koblenz". Der vorerst letzte Song regte dazu an, dem Achsel-Schweißgeruch noch einmal freien Lauf zu lassen: "Radio Gaga". Alle Arme gingen natürlich beim Refrain in die Höhe und diese Performance der Zuschauer gab wie immer ein tolles Bild ab. Ich denke, Mirko wird diesen Anblick vermissen!

Die "Zugaben" durften natürlich nicht fehlen und die Band spielte sie natürlich auch heute mit großer Leidenschaft: "The show must go on", "We will rock you" und "We are the champions". Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass fast alle doch immer mal wieder ganz feste schlucken mussten bei diesen letzten Songs des Abends. War es doch für viele heute hier im Saal das letzte Mal, dass sie Mirko innerhalb dieser tollen Band auf der Bühne sahen.

Für uns zum Glück noch nicht, denn wir hatten uns ja für drei Tage in Koblenz "eingebucht" und freuten uns jetzt schon auf den morgigen Abend. Nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Also wurden wir irgendwann aus dem Cafe Hahn heraus gekehrt, suchten uns im dichten Nebel und bei gefühlten minus 20 Grad unseren Weg zum Hotel, fielen müde in die Betten und ließen diesen ersten Abend der letzten drei Abende erst einmal sacken.

Und am nächsten Abend sollte es dann "Same procedure as last night" heißen... jedenfalls fast. ;-)

LG, die Claudi

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