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Samstagvormittag, ich war einfach nur platt und konnte mir überhaupt nicht vorstellen, heute auch nur ansatzweise etwas zu machen, das mit Bewegung zu tun hat. Aber wie das so ist bei einer Konzert-Süchtigen: im Laufe des Tages wandelte sich diese Einstellung dann in ein „Och komm, fahr einfach mal. Hast ja sonst heute nichts zu tun.“ XD

Gedacht, getan… Ins Auto gesetzt und ab nach Belgien zum „Yes 2Dayland-Festival“ nach Aywaille gedüst. Gar nicht so weit weg von mir... knapp 1 ½ Stunden… das ist Durchschnittsentfernung für einen Konzertbesuch. Die Fahrt verlief auch relativ reibungslos… außer, dass mein Navi immer noch nicht so ganz mit der A4 bzw. deren anscheinend vorgenommener „Neu-Verlegung“ klar kommt. Auf einem gewissen Teilstück der Autobahn höre ich immer „In 300 Metern biegen sie links ab… neu berechnen… in 200 Metern scharf links abbiegen… neu berechnen… kehren sie wenn möglich um… neu berechnen… die nächste Straße links“ Ja nee, is klar. XD

Belgien… ja, was soll man sagen? Durchschnittsgeschwindigkeit auf Landstraßen 90 und durch Ortschaften, also zumindest bei denen, durch die ich gefahren bin, 70. Dat fluppt! In Aywaille angekommen, war der Festival-Platz nicht zu übersehen… und auch nicht zu überhören. Auto auf Parkplatz abgestellt, ausgestiegen, meine Güte war das laut. Aber vom Parkplatz aus konnte ich auch schon die Bühne sehen... sah gut aus, tolle Beleuchtung... da kann Didi sich ordentlich austoben, dachte ich mir. XD
Ab zum Einlass und nach dezenten Verständigungsschwierigkeiten (ich spreche kein Französisch und dort konnte niemand Englisch, geschweige denn Deutsch), war ich dann irgendwann drin im Geschehen. Ich schaute und hörte mich ein wenig um, aber überall nur Französisch… um mich herum und auch auf der Bühne. Dort spielten gerade „Johnny Hallyday par Thierry Luthers"… keine Ahnung, wer die waren… nehme mal an, in Belgien werden viele diese Band kennen, denn es wurde ordentlich mitgesungen… alles auf Französisch. Als der letzte Song angekündigt wurde (das konnte ich zumindest erahnen, weil in dem Französisch-Genuschel des Sängers dann „The Queen Kings“ vor kam XD), schob ich mich langsam durch die Menge nach vorne und schwupps, war da wie gewünscht ein Plätzchen frei. Und dann auch noch ein bekanntes Gesicht in der ersten Reihe. Wunderbar! Ja, Holland ist eben auch gar nicht so weit weg. ;-)

Der Umbau ging ziemlich flott von statten und so erklang um 22.30 Uhr das Intro. Es ging mit „One Vision“ los, gefolgt von „Tie your mother down“ und Mirko versuchte, die Leute auf Englisch zu unterhalten. Nicht, dass er kein English könnte, aber leider verstanden mehr als die Hälfte der Leute vor der Bühne anscheinend diese Sprache nicht und schauten ihn nur fragend an. Na egal… Musik benötigt ja sowieso keine einheitliche Sprache. Die versteht jeder. Und so war es natürlich auch. „Somebody to love“ und alle machten mit… vor allem ein belgischer Freddie Mercury-Verschnitt in weißer Hose und typisch gelber Freddie-Jacke, der sich den Abend über anscheinend schon ziemlich „abgeschossen“ und leider wohl auch schon drei Kilo Knoblauch vertilgt hatte und nun an uns klebte wie ein ABC-Pflaster. Es gibt schönere Momente, muss ich zugeben. XD Vor allem, wenn derjenige auch, wie fast alle anderen, nur Französisch versteht und spricht und nicht kapiert, dass er einem nicht so auf die Pelle rücken soll. XD Und schon gar nicht mit Anfassen. Na ja, irgendwann war der dann (erstmal) wieder in der Menge verschwunden.

Susann wurde von Mirko nach vorne gebeten und „Under Pressure“ folgte. Auch heute wieder wundervoll dargeboten und die tollen Lichteffekte taten ihr Übriges. „Anotherone bites the dust“, aber heute leider ohne Bass-Solo. Die Setliste musste aus zeittechnischen Gründen extrem gekürzt werden. „Love of my life“ und Mirko und Drazen kamen damit sehr gut beim Publikum an. Und schwupps, stand Mr. Drei-Promille-Knobi-Freddie wieder bei uns und ging auf Schmusekurs. Hey, Finger weg! XD

„39“ und „Crazy little thing called love“ brachten richtig Stimmung in die Menge und es wurde getanzt und gesungen. „I want it all“ und „It’s a kind of magic“ waren nun an der Reihe, gefolgt von „I want to break free“ und Christofs Erstürmen der Bühnenfront. Auch hier in Belgien kam das super an. Mächtig viel Applaus für den heute mal nicht „Quergestreiften“ mit dem Umhängekeyboard. Und unser Knobi-Bierfahne-Freddie war auch wieder da und wollte dieses Mal mit jedem aus der ersten Reihe ein Selfie machen. *seufz* XD Da einige andere Highlights aus der Setliste gestrichen wurden, kam jetzt mein (zum Glück immer wiederkehrendes) Highlight für diesen Abend: „You don’t fool me“. Bei „Living on my own“ zeigten die einzelnen Herren mal wieder ausdrucksvoll, wie professionell sie ihre „Geräte“ beherrschen. XD

„Don’t stop me now“, gefolgt von „Bohemian Rhapsody“ und „Radio Gaga“ bildeten den Abschluss vor dem endgültigen Abschluss mit „We will rock you“ und „We are the champions“. Die Band hat Aywaille überzeugt und mitgerissen, musste dann aber schnell von der Bühne runter, denn da sollte noch die „Disco Party Show“ folgen… eine Partyband mit Hits aus den 70/80ern. Wir blieben noch eine Zeit lang auf dem Festivalgelände stehen und hörten uns diese Band an. Nicht schlecht, muss man sagen. Hat Spaß gemacht.

Wir starteten noch einen Versuch, etwas zu trinken zu bekommen, aber da der, auch schon leicht alkoholisierte, Herr hinter der Theke das „Coke“ irgendwie falsch verstanden und uns Cola mit Schuss gegeben hat, hatte sich das Thema auch erledigt und der Inhalt meines Bechers ist hinter einem Zaun im Gebüsch gelandet. Keine Ahnung, was da drin war… Bacardi, Asbach, Remy, Unkrautvernichter, Spiritus… ich weiß es nicht. XD

Irgendwann wurde es dann Zeit, sich auf den Heimweg zu machen (zur Abwechslung mal mit Vollsperrung der A4 Richtung Köln XD) und es hatte sich auf jeden Fall gelohnt, die Couch dann doch noch verlassen und sich auf den Weg nach Belgien gemacht zu haben. War ein sehr schöner Abend. Besonderen Dank wie immer an den/die Veranstalter, die Band und die unermüdliche Crew. Wir kommen gerne wieder. *lach*

LG, eure Claudi

Fotos auf Facebook:
The Queen Kings in Belgien (Aywaille)

Huch, ein anderer Sänger? - Nein, Christof checkte nochmal den Sound XD


Rock'n Roll auf höchstem Niveau - Mirko und Drazen


Unverwechselbar auf der Bühne - Mirko


Da passte alles, Stimmen, Licht, Sound... Wow! - Susann und Mirko


Unsere Rock-Elite - Mirko und Drazen


Und sie waren kaum zu bremsen - hatten viel Spaß die beiden


Wie immer eine Freude, ihn vorne zu sehen - Christof mit Mirko und Drazen


Da bebte die Bühne - Rolf zeigte seine "Künste" am Bass


Tolles Lichtspektakel - um Olis Arbeitsplatz herum


Ohne Zweifel der Champion - Mirko


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